Begutachtung von Nutztierrissen durch die Stiftung Natur und Umwelt

Die Stiftung Natur und Umwelt ist in Rheinland-Pfalz mit der Dokumentation, Beurteilung und der Abwicklung der Ausgleichszahlungen von Nutztierrissen mit Luchs- und auch Wolfsverdacht betraut.

Wenn bei einem toten Nutztier der Verdacht auf Beteiligung eines Großraubtieres besteht, wird nach Absprache mit dem Tierhalter vor Ort eine Begutachtung durch die SNU durchgeführt. Im Pfälzerwald sind das die Mitarbeiter des LIFE Luchs-Wiederansiedlungsprojektes.

Die Begutachtung wird protokolliert und fotografisch dokumentiert, auf Wunsch erhält der Tierhalter eine Abschrift des Protokolls. Die abschließende Beurteilung jedes einzelnen Falles erfolgt zentral in Abstimmung mit den Kollegen der SNU in Mainz.

Bei Unklarheit über den Verursacher des Risses besteht die Möglichkeit, eine Begutachtung am Landesuntersuchungsamt Koblenz (LUA) durchführen zu lassen. Fallabhängig werden frische DNA-Proben am Riss gesichert und im Labor des Senkenberg Instituts analysiert.

Aufgrund des kurzen Zeitfensters der DNA-Sicherung ist eine schnelle Meldung außerordentlich wichtig. Zusätzlich stehen für die Überprüfung des Luchsverdachtes noch Wildkameras für den direkten Einsatz am Riss zur Verfügung.