Vorgehensweise bei Verdacht auf einen Nutztierriss

Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ist seit Februar 2015 damit betraut worden die Nutztierrisse mit Verdacht auf Luchs als auch Wolf als Verursacher zu bearbeiten.

Bei Verdacht auf ein potenziell von Luchs oder Wolf gerissenes Nutztier nehmen Sie bitte umgehend unter folgender Telefonnummer 06306/911 156  Kontakt zum LIFE Luchs Team in Trippstadt oder unter der Telefonnummer  06131/16 5070 mit der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz in Mainz auf.

Außerhalb der Dienstzeiten hinterlassen Sie bitte eine Nachricht über die Großkarnivoren-Hotline von Rheinland-Pfalz unter der Telefonnummer 06306/911 199. Alternativ können Sie auch eine E-Mail über das Kontaktformular an uns schreiben.

>> Kontaktformular

 

Nach Eingang der Meldung wird zeitnah eine Rückmeldung gegeben und nach Rücksprache mit den Betroffenen erfolgt eine Rissbegutachtung vor Ort. Zur Sicherung von genetischen Spuren ist eine zeitnahe Begutachtung und Spurensicherung nötig. Bei bestätigtem Luchs-/Wolfsverdacht wird eine professionelle Untersuchung des Kadavers durch das Landesuntersuchungsamt in Koblenz erforderlich. Nachweislich vom Luchs oder Wolf gerissene Nutztiere (z.B. Schafe, Ziegen, Gehegewild) werden finanziell entschädigt. Die Entschädigungshöhe orientiert sich an der Schätztabelle der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz.

Mit Beginn der Luchsaussetzungen wird das LIFE Luchs Team sowohl einen mobilen Elektrozaun, als auch Warnleuchten für die kurzfristige Schadensabwehr für betroffene Nutztierhalter im Pfälzerwald zur Ausleihe bereithalten. 

Vorgehen bei einem Verdacht auf einen Luchsriss

  • Sicherung verbleibender Nutztiere
  • Versorgung verletzter Tiere
  • Sicherung der Kadaver und der möglichen Spuren vor Witterungseinflüssen durch Abdecken mit einer Plane und fernhalten von Hunden/Nutztieren durch Abzäunen
  • Meldung des Vorfalls an das Stiftungs-Team oder die Großkarnivoren Hotline
  • wenn keine zeitnahe Rissbegutachtung realisiert werden kann, ist nach Möglichkeit eine Sicherung der Hinweise in Form einer Fotodokumentation anzufertigen (Übersichts-Bilder, Detail-Bilder von z.B. Bissverletzungen, Fraßspuren, Trittsiegeln mit Größenvergleich) oder einer Sicherstellung von potenziellen Luchs- oder Wolfshaaren vorzunehmen

 

 

Das Faltblatt "Der Luchs zurück im Pfälzerwald-Informationen für Nutztierhalter" finden Sie >>hier.

 

 

 

Schematische Darstellung des Verfahrens zur Kompensation bei Schäden durch den Luchs in Rheinland-Pfalz