Foto: SNU RLP

Entschädigung von Schäden

Informationsblatt Nutztierhalter

Ebenso wie andere Wildtiere, z. B. Füchse oder auch Greifvögel, bisweilen Haus- und Nutztiere töten können, kann es auch bei Luchsen in einzelnen Fällen vorkommen, dass sie Nutz- oder Haustiere reißen und fressen.

Um die Akzeptanz für die Luchse zu fördern, wurden zwei wesentliche Elemente im Managementplan Luchs festgeschrieben. Zum einen sollen Schäden an Nutztieren ausgeglichen werden und zum anderen sollen weitere Übergiffe durch die finanzielle Förderung bei der Einführung von Herdenschutzmaßnahmen vermieden werden.

Zum Aufbau der Finanzierung wurde bei der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz bereits ein Entschädigungsfonds eingerichtet. Nach Bestätigung eines Entschädigungsanspruches würde der Fonds der Stiftung den wirtschaftlichen Schaden ersetzen.

Die Details für den Schadensausgleich wie auch für die Prävention bei Luchsübergriffen regelt der  "Managenemtplan für den Umgang mit Luchsen in Rheinland-Pfalz".

Die Entschädigungsleistung beruht auf freiwilliger Basis, da das Land Rheinland-Pfalz nicht für Schäden, die durch wildlebende Tiere verursacht wurden, haftet. Ein Rechtsanspruch auf Entschädigung besteht daher nicht. Der freiwillige Ausgleich von wirtschaftlichen Schäden dient der langfristigen Sicherung und Förderung der Akzeptanz gegenüber der streng geschützten Tierart Luchs und hilft den Nutztierhaltern den Umgang mit der Anwesenheit des Großkarnivoren erneut zu lernen. 

Die Entschädigungssummen in anderen Regionen können zur Orientierung dienen. Im Harz wurden im Zeitraum 2000 - 2012 Kompensationsleistungen für vom Luchs gerissene oder verletzte Haus- und Weidetiere von durchschnittlich 1.075 € pro Jahr gezahlt. Im Luchsvorkommen im Bayerischen Wald wurde in den letzten 15 Jahren durchschnittlich ein Betrag von ca. 380 € p.a. finanziert.

 

Zum Vorgehen bei einem vermeintlichen Nutztier-Riss finden Sie hier>> Informationen.